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INFO-Brief Januar 2009

Liebe Freunde/innen der Charismatischen Erneuerung,

gern erinnere ich an ein Wort Jesu: "...ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt..." (Joh. 15,16). Wir dürfen als "Charismatische Erneuerung im Bistum Fulda" dankbar feststellen, dass unsere Veranstaltungen "Früchte" hervorbringen. Als Beispiel bringe ich das Zeugnis einer Teilnehmerin des Kurses um innere Heilung ("Am Herzen des Vaters" vom 21.-23. Nov. 2008 mit Pia Attard und Team, Allerheiligen):

"Ich hatte immer ein schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter. Nachdem bei mir in der Kindheit einige Fehler passiert waren, machte ich die Mutter später für alles verantwortlich, was in meinem Leben missglückte. So gab es ständig Streit und Ärger.
Das Seminar mit Pia Attard brachte eine starke Veränderung. Ich merkte schon am Ende des Seminars einen tiefen inneren Frieden und beim Ankommen zuhause, dass die Spannung zu meiner Mutter weg war. Am nächsten Morgen starteten Vater und Mutter um 6.00 Uhr zu einer Urlaubsreise. Beim Verabschieden geschah etwas Ungewöhnliches. Das hatte es seit meiner Kindheit nicht mehr gegeben: Ich spürte den Impuls, meine Mutter und meinen Vater zu umarmen. "Erhol dich gut" sagte ich zu meiner Mutter. "Du auch", sagte sie und ich spürte den Humor, mit dem sie sagen wollte: "Ich weiß, dass unsere Beziehung auch für dich anstrengend war." Bald danach rief ich sie am Urlaubsort an. Auch das gab es früher nicht. Mutter fragte ganz locker: "Warum rufst du an? Hast du Sehnsucht nach mir?" - Ich habe die Gewissheit: Gott hat mir eine tiefe innere Heilung geschenkt." (Berichtet am 30.12.2008)

 
Auch die großen Teilnehmerzahlen bei Kursen zeigen, dass Gottes Segen auf unseren Planungen ruht:

Einige Mitarbeiter und das Bistumsteam trafen sich mit Christof Hemberger, um über eine Vision für das Bistum Fulda nachzudenken, zu beten und zu planen. Ein Ergebnis davon ist: Wir werden im Jahr 2009 die Regionen unterstützen, indem wir dort geistliche Angebote machen. Wir haben folgende "Regionen" im Bistum Fulda im Blick:

Hanau und Umgebung
Kassel/Hofgeismar und Umgebung
Marburg und Umgebung
Fulda und Umgebung (mit Rhön).

Im März gehen wir nach Niederklein bei Marburg und veranstalten dort einen Evangelisations- und Einkehrtag.

 

Sehr bewegt haben uns Krankheit und Sterben von Sr. Solana, die der CE sehr verbunden war (siehe Nachruf).

NACHRUF - Szenen und Eindrücke -
Schwester Solana +
(Anna Schraub geb. 30.7.1935, gest.18.9 2008)

Als Vinzentinerin diente sie im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda und später im Hospiz in Hanau. Sie war seit etwa 1977 der Charismatischen Erneuerung verbunden. In Kursen hat sie mitgearbeitet, Gruppen geleitet, Zeugnis gegeben und seelsorglich gewirkt. Ihre Hauptaufgabe war die Krankenhaus-Seelsorge im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda und später bei Sterbenden im Hospiz in Hanau. Sie hat immer betont, dass sie den Durchblick und die Methode in der Seelsorge den Erfahrungen in der CE verdankt und auch manche persönliche Bedrängnisse ohne das erfahrende Wirken des Hl. Geistes nicht geschafft hätte. Ihr persönliches Glaubens-Zeugnis war auch für Ärzte eindrucksvoll, z.B. als sie vor ca. 10 Jahren in einer lebensgefährlichen plötzlichen Krise (extreme Atemnot) war und die Ärzte verwundert feststellten, dass ihr starkes Gottvertrauen die sonst üblichen sedierenden Mittel überflüssig machten. Vom Tod sprach sie (als frühere Krankenschwester auf einer Geburts-Station) gerne im Vergleich mit einem Geburtsvorgang: Das Baby im Mutterleib erlebt die Geburt als notvollen Durchgang. Es verliert das Vertraute. Aber in Wahrheit kommt es in den größeren Lebensraum. Ebenso gelangt der sterbende Mensch durch die Enge des Todes in die Weite und das Licht des göttlichen Lebens.

Eine typische Szene aus ihrem Wirken in der Gesprächs- und Gebets-Seelsorge kann man sich so vorstellen:
Sr. Solana sitzt zwischen einem Ehepaar, das sich über Ehe-Schwierigkeiten ausgesprochen hat. Sie hat deren beide Hände ergriffen. Nun betet sie in freien Worten eindringlich und lange zu Gott. Das Ehepaar gewinnt die Zuversicht, dass alle Schwierigkeiten in Gottes helfendes Herz gelangen. Sie spüren, dass sich innerlich etwas löst und verändert. Dass sie ein Gesprächs-Thema vor Gott sind, haben sie noch bei keiner Eheberatung erlebt. (Die Frage erübrigt sich: Wo lernt man so etwas in einer Ausbildung?)

Im Sommer 2000 wurde die Schwester in eine Vorlesung des Fuldaer Pastoraltheologen Prof. Gareis geholt. Sie brachte eine Frau mit, deren permanente psychische Schwierigkeiten von mehreren Experten (einschl. Prof. Gareis) nicht behoben werden konnten. Sr. Solana aber hatte erlebt, wie die Probleme unter ihren geistlichen Bemühungen und mit Hinzunahme eines Priesters von Gott völlig gelöst wurden. Es waren hier neben dem Mittel der Beichte auch geistliche Schritte in Anwendung gekommen, über die man in der normalen Seelsorge-Ausbildung nichts hört, wie Sich-los-sagen von esoterischen Wegen, Befreiungsgebet, Gebet um innere Heilung, Herstellen einer persönlichen Beziehung zu Jesus durch Tauf-Erneuerung usw. Die Frau bezeugte, ihre psychischen Probleme seit dieser Zeit losgeworden zu sein.
Prof. Gareis wollte seinen Studenten Mut machen, auf die Kraft des Hl. Geistes in der Seelsorge zu setzen und einige geistliche Methoden näher erkunden. Seine baldige Emeritierung und letztlich sein plötzlicher Tod hinderten ihn daran.

Die Versetzung nach Hanau machte Sr. Solana anfangs hilflos und traurig: Es gab im Sterbe-Hospiz mehr Konfessionslose und Atheisten als Katholiken. Allmählich aber erkannte sie ihre Chance und konnte manche Seele behutsam durch Gespräch und Fürbitte vor dem Sterben zu Gott bringen. - Angehörige von Verstorbenen, die oft aus einem glaubenslosen Milieu kamen, haben mit einer großen Dankbarkeit „Kirche“ von einer überraschend guten Seite erfahren. Das bezeugten sie in Schreiben an das Mutterhaus der Vinzentinerinnen.

Sr. Solana ist in ihrem Leben durch viele schwere Prüfungen durchgegangen, hat tief aus dem Glauben gelebt und war sehr menschennah. Ihr unvergessliches herzliches und lautes Lachen bleibt uns besonders in Erinnerung. Sie darf es auch im Himmel einsetzen:
"Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.
Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen.
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit." (Ps. 30,12-13)

(Aus persönlicher Erinnerung aufgeschrieben von Pfarrer Bernhard Axt)

 

PLANUNG 2009 der CE im Bistum Fulda

Für das Jahr 2009 sind schon einige Veranstaltungen geplant. Hier nun die Termine und Beschreibung in zeitlicher Reihenfolge:

Freitag, 27.2. bis Sonntag, 1.3.2009 Glaubenskurs mit Dr. Johannes Hartl, Augsburg mit dem Thema: "Die Kraft des erneuerten Denkens". Interessierte bitte schnell telefonisch (06655/1560) melden, da nur noch wenige Plätze frei sind.

Samstag, 21.3.2009 findet ein Evangelisations- und Einkehrtag in der kath. Kirche St. Blasius und St. Elisabeth mit Pfarrzentrum in Niederklein bei Marburg statt. Wir beginnen um 10.00 Uhr mit Lobpreis, Ende ist gegen 17.00 Uhr. Das genaue Programm wird von einem Planungsteam erarbeitet Handzettel werden rechtzeitig verteilt.

"Leben an der Quelle" ist das Thema des CE-Deutschlandstreffens mittendrin vom Donnerstag, 21.5. - Sonntag, 24.5.2009 in Fulda-Künzell. Ein großes Ereignis direkt „vor unserer Haustür“. Siehe Prospekt.

Freitag, 5.6. um 19.00 Uhr im Pfarrzentrum in Neuhof: ein Charismatischer Lobpreisabend mit Gebet, anschließend Jahreshauptversammlung des Förderkreises. Die Mitglieder des Förderkreises werden noch angeschrieben, Interessierte sind zu dieser Versammlung herzlich willkommen.

Donnerstag, 11.6. bis Sonntag, 14.6 Familienwochenende auf dem Michaelshof: "In Gemeinschaft Gott in seiner Schöpfung loben." Prospekte gibt es im März 2009.

Freitag, 26.6. bis Sonntag, 28.6.2009 Confetti-Wochenende am Michaelshof für Kinder von 9-12 Jahren. Prospekte gibt es etwa im März.

In den Sommerferien wird ein Confetti-Camp vom Samstag, 1.8. bis Sonntag, 9.8. bei Hilders angeboten. Es wird ein Zeltlager sein für Kinder von 8(!) bis 12. Jahren. Uli Krapf mit seinem Team von der deutschlandweiten KIDS-CE-Arbeit wird dieses Camp leiten. Auch unsere Kinder aus dem Bistum Fulda sind dazu herzlich eingeladen und unser Confetti-Team wird die Arbeit unterstützen. Vom Sonntag, 9.8. bis Samstag, 15.8.2009 CE-Sommerfreizeit für Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende in Kirchberg bei Kitzbühl (Tirol). Ein ausgewogenes Angebot von Natur-Erleben, Entspannung und Spaß, Gebet, Hl. Schrift und Gottesdienst ist geplant. Interessierte können sich schon bei mir (Elfriede Schuldes) informieren und vormerken lassen. Prospekte gibt es im März 2009.

Glaubens-Kurs vom 20.-22. Nov. 2009 mit Christof Hemberger, Ravensburg. Wir haben gute Erfahrungen mit Christof gemacht. Er ist hauptamtlicher CE-Referent fü;r die Deutschland-CE. Das Thema wird noch ausgedacht.

 

LOBPREIS- UND SEGNUNGSGOTTESDIENSTE im Bistum Fulda im Jahr 2009

Neuhof (in der Regel am 2. Montag im Monat) um 20.00 Uhr in der Kirche St. Michael: Eucharistiefeier mit anschl. Einzelgebet. Nächste Termine: 9. Febr. / 9. März / 14. April / 11. Mai / 8. Juni / 6.(!) Juli / August entfällt / 14. Sept. / 5.(!) Okt. / 9. Nov. / 14. Dez. Info: Pfarrer Axt, Tel. 06655/1560

Lobpreisgottesdienst in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Ulmbach am Sonntag, 15. März und Pfingstmontag, 1.6. jeweils um 18.00 Uhr. Info bei Pfarrer Hilfenhaus, Tel. 06667/458.

Kirche St. Blasius und St. Elisabeth in Niederklein (bei Marburg) in der Regel am 1. Sonntag im Monat um 17.30 Uhr Eucharistiefeier mit Einzelsegnung. Info bei Pfarrer Bierschenk, Tel. 06429/337

In Hanau: Eucharistiefeier mit Einzelsegnung am Freitag, 13.3.2009 in der Kirche Mariä Namen und am Freitag, 15. Mai 2009 in der Kirche St. Josef. Info bei Renate und Johannes Buchfelder, Tel. 06181/72552

Kirche St. Franziskus in Marburg-Cappel um 19.00 Uhr Eucharistiefeier mit Lobpreis und Einzelsegnung jeweils am letzten Montag im Monat. Info bei Pfarrer Näder, Tel. 06421/42052.

 
Ich denke, ihr habt alles gut und aufmerksam bis hierhin gelesen. Ich empfehle euch noch den folgenden Artikel von Nadja Literski ("Förderkreis - warum?") und wünsche euch ein gesegnetes Jahr 2009

Elfriede Schuldes
Bistumssprecherin

 

Förderkreis – warum?

Jesus sagt: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen (Lk. 12,49). Dieser Bibelvers steht auf dem Flyer unseres Förderkreises der CE im Bistum Fulda. Hier ruft uns Jesus auf zu helfen, aus kleinen "Glaubensflämmchen" brennende Herzen (für ihn, Jesus) zu entfachen.
Unser Förderkreis, der 1999 gegründet wurde, unterstützt dieses Verlangen auf vielfältige Weise. Ein Beispiel ist das "Confetti" in unserem Bistum. Dort treffen sich zwei Mal jährlich jeweils 60-70 entfachte Flämmchen (Kinder im Alter von 9-12 Jahren) mit bis zu 30 Betreuern, um ein tolles Wochenende zu verleben und mehr von Jesus und dem Heiligen Geist kennen zu lernen. Was für eine tolle Aufgabe, wenn aus diesen "Flämmchen" immer mehr brennende Herzen werden...
Die Nachfrage der Kinder ist sehr groß, da das Confetti-Team immer super Ideen hat. Das "Confetti" bekommt vom Bistum Fulda leider nur Zuschüsse für 40 Teilnehmer (Es sind aber mit Kindern und Betreuern ca. 80-90 Personen.). Den Rest der Kosten trägt unser Förderkreis der CE im Bistum Fulda. Auch Materialkosten fallen an, da alles sehr kreativ gestaltet wird, und wir kommen nicht ganz ohne moderne Geräte (Beamer) im Dienst der Glaubensverkündigung aus.
Ebenso unterstützen wir Teilnehmer der CE-Seminare in Bad Salzschlirf, die sich diese sonst nicht leisten könnten. Gut, dass keiner wegen Ebbe im Geldbeutel zu Hause bleiben braucht.
Dies sind nur Beispiele unserer Arbeit. Wir wollen helfen, das Feuer weiter zu entfachen und dazu brauchen wir auch dich! Wenn du noch nicht Mitglied in unserem Föderkreis bist und im Jahr noch ein paar Euro für die Arbeit der CE in unserem Bistum spenden möchtest (natürlich mit Spendenquittung), dann mach es wie in dem Lied "Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde, heute wird getan..." . Werde Mitglied!

Ein besonderes Anliegen ist uns auch die Arbeit unseres Förderkreises durch dein Gebet getragen zu wissen. Das Gebet ist als Handzettel ab gedruckt. Nähere Infos und das Beitrittsformular findest du im beigefügtem Flyer. Wir freuen uns auf deine Antwort und deine Unterstützung.

Alles Liebe und Gott segne dich
      Nadja Literski
      (1. Vorsitzende)

 

Spricht Gott heute noch?
- Ein Zeugnis -

Vor einigen Jahren war es: Müde und ausgepowert von der Arbeit in der Pfarrei und mit einigen Fragezeichen bezüglich meines künftigen Wirkens hatte ich mich einige Tage nach Maihingen zurückgezogen. Nachdenken und zur Ruhe kommen wollte ich.
In dem ehemaligen Klostergebäude mit angrenzender Kirche ging ich abends, Rosenkranz betend, auf den langen Fluren auf und ab. Zwischendurch fragte ich Gott: Wie soll es weitergehen? Was ist mein Programm in den nächsten Jahren? - Da öffnete sich am Ende des Kreuzganges eine sonst immer verschlossene Neben-Tür, eine Art Notausgang der angrenzenden Kirche. Ein kompletter Kirchenchor trat heraus, stellte sich auf - ich war das einzige menschliche Wesen auf dem Flur - und intonierte einen mehrstimmigen Segensspruch. Danach verschwand der Chor wieder in der Kirche. Tief betroffen hatte ich zugehört, ohne zu wissen, warum ausgerechnet in diesem Augenblick (und nur für dieses Lied!) der Chor den alten Kreuzgang betrat. Der Gesangstext lautete:

Wechselnde Pfade,
Schatten und Licht:
Alles ist Gnade,
fürchte dich nicht!

Die zweite Strophe empfahl "Lieben und Dienen" als Programm. Ich hatte meine Antwort. - Gott spricht durch die Hl. Schrift. Aber manchmal spricht er auch so. Wir haben einen guten Gott.

      Pfarrer Bernhard Axt